1. Einleitung

Eine hohe Innovationsfähigkeit ist ein wichtiger Bestandteil für die Sicherung des Unternehmenserfolges. Jedes Unternehmen sollte daher bestrebt sein, fortlaufend neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Sehr oft ist jedoch die Neuproduktentwicklung mit hohen Investitionskosten verbunden. Da die Investitionskosten in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind, können eventuelle Produktflops ein Unternehmen in bedrohliche finanzielle Probleme bringen (Chesbrough 2007, S. 23f.). Um den Erfolg einer Innovation zu erhöhen, bedarf es einer regelmäßigen Anpassung und Optimierung des Innovationsprozesses. Viele Unternehmen reagieren aber gar nicht oder zu spät auf neue technische und gesellschaftliche Anforderungen. Gerade diese sind es, die maßgeblich über Erfolg und Mißerfolg einer Innovation entscheiden.

Seit einigen Jahren sind neue technische und gesellschaftliche Anforderungen eng mit dem Siegeszug des Internets verbunden. Neben der Kommunikation hat sich auch das Konsumentenverhalten stark verändert. Die Menschen streben immer mehr nach Individualisierung und mehr persönlicher Freiheit (Brandenburg, et al. 2007, S. 66). Eine viel größere Produktvielfalt in immer kleiner werdenden Nischenmärkten macht es für Unternehmen schwieriger die richtigen Produkte zu entwickeln. Allein im Automobilmarkt stieg die Anzahl der Modelle von 40 in den 1960igern auf über 250 (mehr als 1000, wenn man alle Varianten mit einbezieht) (Anderson 2007, S. 202). Daneben werden die Produktlebenszyklen immer kürzer, was eine Beschleunigung der Neuproduktentwicklung erforderlich macht (Brockhoff 1999, S. 126f.). Vor allem bei technischen Produkten, wie sie in der Unterhaltungselektronik entwickelt werden, ist dieser Trend verstärkt zu beobachten. Hier ist ein Produkt sehr oft schon nach sechs bis zwölf Monaten technisch überholt (Reichwald und Piller 2006, S. 95). Durch den technischen Wandel entstehen permanent neue Märkte, an die die Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen anpassen müssen. All diese neuen Herausforderungen entfalten einen immensen Innovationsdruck auf die Unternehmen.

Dieser Druck, immer schneller immer innovativere Produkte auf den Markt zu bringen, führt zu Flopraten von teilweise 90 Prozent (ausführlich dazu Cooper 2002). Bei den Fast Moving Consumer Goods (FMCG) scheitern im ersten Jahr der Einführung zwei Drittel aller Produkte, nur 17 Prozent werden überhaupt von Anfang an zu einem Erfolg (Markenverband, GfK und Serviceplan 2006).

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