3. Online Marketing

Im Jahr 1994 begann die Zeitrechnung des Online Marketing mit dem ersten Werbebanner auf der Seite des Online-Magazins hotwired.com. Damals klickten noch 40 Prozent der Besucher auf den Banner und halfen dabei, diese Werbeform als die Beliebteste zu etablieren (Ehrlich 2008, S. 265). Seit einigen Jahren jedoch sinkt die Bedeutung von Bannerwerbung zunehmend. Die Klickraten schwinden und die Preise befinden sich im freien Fall. So sank die Klickrate auf Werbebanner zwischen 2004 und 2007 von 0,33 auf 0,18 Prozent (Adtech 2007). Viel erfolgsversprechender sind die Formen des Direktmarketing, zu dem unter anderem das Suchmaschinenmarketing gehört.

Mittlerweile ist das Medium Internet Nummer vier bei den Werbeausgaben (siehe Abbildung 1). Die Ausgaben für den Online-Werbemarkt sind in den letzten vier Jahren um über 10 Prozent angestiegen, während der restlichen Medien mit teils großen Verlusten zu kämpfen hatten (Online-Vermarkterkreis 2009, S. 9). Auch die Vorhersage für die nächsten Jahre verspricht weiterhin ein deutliches Wachstum für die Online-Medien.

Abb. 1: Entwicklung des Bruttomediamix im Zeitvergleich in Prozent

Entwicklung des Bruttomediamix im Zeitvergleich

“Quelle: Online-Vermarkterkreis 2009, S. 9“

Ein einheitliche Definition für den Begriff Online Marketing ist bis jetzt noch nicht festgelegt worden (Lammenett 2006, S. 13). Vereinfacht kann von allen Marketing-Maßnahmen gesprochen werden, die mit Hilfe der Technologien des Internets erfolgen können. Dabei werden einzelne Teildisziplinen, wie Bannerwerbung, Suchmaschinenmarketing, Affiliate Marketing oder E-Mail-Marketing unterschieden (Kollmann 2007, S. 223).

Der größte Vorteil zum Marketing in den klassischen Medien (Presse, Radio, Fernsehen) ist die die Möglichkeit der direkteren und persönlicheren Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Im Hinblick auf Geschwindigkeit, Kosten und Flexibilität kann kein anderes Medium mit dem Internet mithalten (Ernst, Soll und Spann 2004, S. 4f.). Ermöglicht wird dieser Vorteil dadurch, dass das Internet auf dem „End-to-End-Prinzip“ basiert. Alle Teilnehmer können untereinander gleichberechtigt kommunizieren und jeder Empfänger kann auch gleichzeitig zum Sender werden (van Schewick 2006, S. 48).

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