Aufgrund des stetigen Wachstums der Unternehmensgruppe Bau-Werk-Plan wurde die Neustrukturierung des Internetauftrittes...
4.6.2 Buzz Marketing
Buzz Marketing ist eine Form des viralen Marketings und wird sehr oft für die Markteinführung neuer Produkte genutzt. Der Begriff Buzz Marketing wurde vom Internetunternehmer Marc Hughes ins Leben gerufen. Er definiert Buzz Marketing mit „captures the attention of consumers and the media to the point where talking about your brand or company becomes entertaining, fascinating, and newsworthy“ (Hughes 2005, S. 2). Mit anderen Worten: Es geht darum, ein Produkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu bekommen.
Primäres Ziel einer Buzz-Marketing-Kampagne ist es innerhalb eines Freundes- und Bekanntenkreises eine positive Meinung für ein bestimmtes Produkt zu erzeugen (Hartmann, Kreutzer und Kuhfuß 2007, S. 151f.). Die Aufgabe, für einen positiven „buzz“ zu sorgen, übernehmen sogenannte Buzz Agents. Diese werden entweder direkt von Unternehmen angesprochen oder über Buzz Communities rekrutiert (siehe Praxisbeispiele trnd.com und Procter & Gamble). Das Hauptkriterium eines erfolgreichen Buzz Agents ist die Glaubwürdigkeit innerhalb seines Freundes- und Bekanntenkreises. Der ideale Buzz Agent wird wegen seines Wissens in einem bestimmten Themengebiet geschätzt und von seinen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen bevorzugt um Rat gebeten. Der Buzz Agent sollte außerdem nicht als Verkäufer auftreten, sondern als Experte wahrgenommen werden. (Hübner 2007).
Der gewünschte virale Effekt lässt sich nicht nur durch persönliche Gespräche erzielen, sondern ist besonders durch die zahlreichen Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Internets möglich. Der Austausch von Informationen erfolgt durch Blogs, Online Communities, Foren und neuerdings auch durch den Microblogging-Dienst Twitter (siehe 4.6.5) (Röthlingshöfer 2006, S. 39). Buzz-Marketing-Kampagnen beinhalten auch sehr oft Elemente des Guerilla Marketings, also sie sorgen durch außergewöhnliche Maßnahmen für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.
Es sind in den meisten Fällen persönliche Motive, die Leute dazu antreiben, als Buzz Agents tätig zu werden. Viele finden es spannend, bei der Einführung neuer Produkte mitmachen zu dürfen, aber die meisten sehen es nur als Hobby an. Viele Buzz Agents sind auch Meinungsführer in ihrem sozialen Umfeld und fungieren deshalb schon sehr oft als Trendsetter, denen andere nacheifern wollen (Siering und Handelsblatt 2005). Extrinische Anreize wie Boni, Rabatte oder Gutscheine spielen, ähnlich wie im Kapitel 4.2.3.1 Motivation der Nutzer, nur eine untergeordnete Rolle. (Röthlingshöfer 2006, S. 61).


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