Zum Zeitpunkt der Erstellung der Internetpräsenz war das Unternehmen noch sehr neu auf dem Markt, im selben Zuge wurde...
4.6.4 Mobile Marketing
Das Mobiltelefon ist permanenter Begleiter vieler Menschen. Die ständige Erreichbarkeit ist für einen Großteil der Bevölkerung ein unverzichtbares Gut geworden (Wilks 2009, S. 31). Der Durchbruch wird dem Mobile Marketing schon viele Jahre vorausgesagt. Jetzt aber scheint er tatsächlich stattzufinden. Schon jeder fünfte Deutsche nutzt das Mobiltelefon, um auf das Internet zuzugreifen, mit stark ansteigender Tendenz (TNS Infratest 2009). Besonders hoch im Trend liegt die mobile Nutzung von Online Communities. Mit knapp 40 Prozent aller mobilen Webnutzer liegt der Anteil in Deutschland sogar über dem europaweiten Durchschnitt von einem Drittel (Förderland 2009).
Dieser Anstieg der mobilen Internetnutzung ist vor allem neuen Mobiltelefonen wie dem iPhone von Apple zu verdanken. Diese Generation von Geräten ermöglicht den Nutzern, das Internet in gewohnter Weise mit einem Standard-Internetbrowser zu bedienen. Das damit die Bedürfnisse der Kunden getroffen wurden, belegen die Verkaufszahlen. Apple verkaufte alleine 3,8 Millionen iPhones im ersten Quartal des Jahres 2009. Das sind mehr als doppelt soviele wie im Jahr zuvor (Höfinghoff 2009).
Mit der Massennutzung wird das Mobiltelefon natürlich immer interessanter für Marketingzwecke. Der größte Vorteil, den Mobile Marketing zu bieten hat, ist die sehr genaue Zielgruppenansprache (Targeting). Dadurch kann dem Kunden eine sehr personalisierte Werbebotschaft übermittelt werden, beispielsweise passend zum Ort, an dem er sich gerade aufhält (Lurtz 2009, S. 7). Neben Standard-Werbeformen, die auch im stationären Internet zum Einsatz kommen, ist das Mobiltelefon der ideale Werbeträger für innovative Sonderformate. Durch den Einsatz interaktiver, multimedialer Elemente, kann eine erhöhte Aufmerksamkeit des Kunden erreicht werden. Dadurch fällt es dem Werbetreibenden leichter, seine Zielgruppe zu motivieren, um mit ihm in einen direkten Dialog zu treten (Ludowig 2009, S. 28).
Eine relativ neue, aber für die Zukunft sehr vielverprechende Form des Mobile Marketing, ist das Mobile Tagging. In Japan und anderen asiatischen Ländern wird diese Werbeform schon seit 2003 genutzt (siehe Praxisbeispiel Unilever). In Europa wurden im Jahr 2006 erste Kampagnen für das Mobile Tagging entwickelt, dennoch hat sich die Methode bis jetzt noch nicht in ganz Europa durchsetzen können, was u.a. an fehlenden einheitlichen Standards und an der noch zu geringen Anzahl an Endgeräten liegt (Winkelhofer 2009, S. 39f.). Wie Mobile Tagging funktioniert zeigt folgende Abbildung 4:
Abb. 4 : Funktionsweise von Mobile Tagging

Quelle: mobile-tagging.blogspot.com
Mit Hilfe einer Kamera wird ein 1-D- bzw. 2-D-Barcode ausgelesen. Der Kunde wird anschließend, nach der Decodierung der gespeicherten Daten, mittels Browser im Mobiltelefon zu einer Webseite weitergeleitet, wo er weitere Informationen abrufen kann. Für die Unternehmen ermöglicht das Mobile Tagging eine Vielzahl von Einsatzgebieten. Werbeplakate, Poster, T-Shirts oder Verpackungen können mit einem Barcode versehen werden (siehe Praxisbeispiel Unilever). Damit ist es möglich, den Kunden von praktisch überall mit weiterführenden Produktinformationen zu versorgen, die er entsprechend im Internet abrufen kann (Winkelhofer S. 39).
Kontakt
Matthias Reichel & Denis Werner
Weichselstraße 34a, 10247 Berlin
030-32527562
info@media-desktop.de


Kommentar hinzufügen