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4.6.5 Microblogging
Microblogging ist eine Abwandlung des Bloggens. Der Hauptunterschied ist die begrenzte Anzahl an Zeichen, die einem Nutzer für seine Beiträge zur Verfügung steht. Ein weiterer Unterschied zum Bloggen ist die direkte, explizite Verbindung zwischen Autor und Leser der Nachricht (BDZV 2009).
Bekanntheit erlangte Microblogging vor allem durch Twitter. Der mittlerweile größte Microblogging-Dienst weltweit wurde im März 2006 als Forschungsprojekt gegründet und anfangs nur intern in der Firma Odeo Inc. in San Francisco genutzt. Nur wenige Monate später stellten die Gründer Twitter auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Seitdem ist die Seite www.twitter.com zu einer der meist genutzten Internetseiten geworden. Mit 19 Millionen Besuchern im März 2009 konnte Twitter innerhalb eines Monats ein Besucherwachstum von 95 Prozent verzeichnen. An Stelle von Microblogging wird deshalb von den meisten Nutzern als Schlagwort eher der Begriff twittern für diese Art der Kommunikation benutzt (Schonfeld 2009).
Nachdem der Dienst am Anfang fast nur von Privatpersonen genutzt wurde, entdecken immer mehr Unternehmen (siehe Praxisbeispiele Dell und Starbucks) das Potenzial von Twitter. Durch die große Masse an Mitgliedern weltweit, die binnen Sekunden eine Meldung rund um den Globus verbreiten, ist für Unternehmen ein weiterer Kommunikationskanal im Internet entstanden. Mit einer Nachricht können gleichzeitig sehr viele Menschen erreicht werden. Entscheidend dabei ist die Anzahl der Personen, die sich entschlossen haben über die neuesten Tweets (so werden die Beiträge bei Twitter genannt) eines anderen Nutzers zu informieren. Personen, die den Beiträgen anderer folgen, werden als Follower bezeichnet.
Die Möglichkeiten Twitter kommerziell einzusetzen stehen noch ganz am Anfang. Unternehmen können ihre Follower schon früh über neue Produkte informieren und sie anregen, diese Meldungen an ihre Bekannten weiterzuleiten. Dadurch kann schnell ein viraler Effekt entstehen. Mit Twitter ist es außerdem möglich, einen hochaktuellen und authentischen Kommunikationskanal zu erstellen, der dem Kunden einen sehr persönlichen Kontakt zum Unternehmen ermöglicht (Möller 2009).
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